Hausnotruf mit Sturzerkennung: automatischer Alarm ohne Knopfdruck
Nach einem schweren Sturz kann der Notrufknopf oft nicht mehr gedrückt werden – etwa bei Bewusstlosigkeit. Eine automatische Sturzerkennung löst dann selbstständig Alarm aus. Wir erklären, wie zuverlässig die Technik ist, was sie kostet und für wen sie sinnvoll ist.
- Sensoren erkennen typische Sturzbewegungen und alarmieren automatisch
- Aufpreis meist 10–15 € pro Monat zum Basis-Hausnotruf
- Besonders sinnvoll bei Sturzvorgeschichte, Schwindel oder Herzproblemen
- Der Basis-Hausnotruf bleibt mit Pflegegrad ab 0 € Eigenanteil möglich
Wie funktioniert die automatische Sturzerkennung?
Im Notrufsender sitzen Beschleunigungs- und Lagesensoren. Sie messen laufend Bewegung und Körperlage. Erkennt die Elektronik das typische Muster eines Sturzes – schnelle Abwärtsbewegung, harter Aufprall, anschließende Bewegungslosigkeit – wird nach kurzer Vorwarnzeit automatisch die Leitstelle alarmiert.
Die Vorwarnzeit dient dazu, Fehlalarme zu vermeiden: Wer sich nach dem Sturz wieder aufrichtet oder den Knopf drückt, kann den Alarm abbrechen.
Für wen ist die Sturzerkennung sinnvoll?
- Es gab bereits einen oder mehrere Stürze
- Schwindel, Kreislaufprobleme oder Ohnmachtsneigung sind bekannt
- Gangunsicherheit, Gehhilfe oder eingeschränkte Beweglichkeit
- Medikamente, die Schwindel oder Benommenheit auslösen können
- Beginnende Demenz – der Knopf wird im Notfall vielleicht nicht bedient
Was kostet die Sturzerkennung?
Die Pflegekasse bezuschusst die Basisleistung. Zusatzfunktionen wie die Sturzerkennung tragen Sie in der Regel selbst – der Eigenanteil liegt dadurch meist bei 10 bis 15 € pro Monat.
| Leistung | Übliche Kosten | Zuschuss Pflegekasse |
|---|---|---|
| Basis-Hausnotruf | 25–35 € / Monat | bis zu 27 € / Monat |
| Aufpreis Sturzerkennung | +10–15 € / Monat | in der Regel nicht bezuschusst |
| Mobiler Notruf mit Sturzerkennung | +20–30 € / Monat | in der Regel nicht bezuschusst |
Wie zuverlässig ist die Technik?
Moderne Systeme erkennen schwere Stürze zuverlässig, sind aber kein hundertprozentiger Schutz: Ein langsames Zubodengleiten wird nicht immer erkannt. Die Sturzerkennung ergänzt den Notrufknopf, sie ersetzt ihn nicht. Gelegentliche Fehlalarme sind unproblematisch – ein kurzer Hinweis an die Leitstelle genügt.
Häufige Fragen
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